Archiv der Kategorie ‘Mucke’

Midi Fight Club @ Tresor, Berlin – Der Bericht!

Nach vier Jahren ständigen Wachstums war es an der Zeit für ein offizielles Treffen der DJTechTools-Community. Dieser Eintrag ist ein Bericht über das Event und seine Planung. Oben drauf gibt es auch noch eine Tipps für die unter euch, die selber eine geile Party schmeißen wollen.

Wie alles begann…

Da die meisten DJTechTools-Mitglieder (überraschenderweise) DJs sind, war es klar so ein Treffen in Form einer Party aufzuziehen. Im Oktober 2009 wurde erstmal im Forum vorgeschlagen eine Party in Deutschland zu machen. Ich war sofort begeistert von der Idee und da ich am Wochenende oft in Berlin bin, übernahm ich die Planung.

Die Ziele

1) Die Deutsche DJTechTools-Gemeinde für DJ-Sets und ein Treffen zusammenbringen

2) Den weniger-erfahrenen Leuten eine Chance geben in einem Club zu spielen

3) Mehr Leuten die Welt des DJings die über Turntables und CDJ’s hinausgeht näher zu bringen

Es schien eine gute Idee zu sein klein anzufangen, also zielten wir auf eine Feier für 300 Leute ab. Gut…am Ende sah es etwas anders aus. Es waren über 1.000 Leute im Berliner Tresor. In einer Umfrage wurde entschieden, dass die Party im Sommer stattfinden soll. Ean, der Chef von DJTechTools, hat mich mit Native Instruments verbunden, die ihrerseits auf einen lokalen Promoter hingewiesen haben. Glücklicherweise kannte dieser Berlin’s Musikszene, Leute die man ansprechen muss und hatte generell einen Plan davon wie man eine erfolgreiche Party schmeißt.

Wenn du keine Ahnung hast wie man den Stein ins Rollen bringt, dann hol dir Rat von Jemanden der es weiß oder sucht euch einen Promoter, der die Szene in der Stadt kennt. Dieser kriegen bei Labels und Hotels auch oft bessere Konditionen wegen ihres wiederkehrenden Geschäfts.

Der Promoter konnte den Tresor an einem Freitag Abend zu buchen. Das war auf der einen Seite super, weil der Tresor ein sehr bekannter Club ist, auf der anderen Seite stieg auch der Druck, da dieser auch viel größer war als das mit dem wir ursprünglich planten. Man braucht schon so 900 Leute, damit die Labyrinth-artige Struktur des Clubs nicht leer aussieht. Dadurch war es nötig mindestens einen bekannten Headliner mit ins Boot zu holen um genügend Leute hineinzuziehen.

Die Sponsoren


Vielen Dank an Native Instruments und Markus, dem Eigentümer meines Lieblings DJ-Ladens namens AudioPalace, für ihre Sponsorengelder!

Verbessert die finanzielle Ausgangssituation für eure Party indem ihr versucht Sponsoren dafür zu begeistern. Dabei kann es sich um Familienmitglieder, Freunde oder Firmen handeln. Das nimmt ausserdem viel Druck von euch, wenn ihr derjenige seid der für die Feier und damit auch für Verbindlichkeiten verantwortlich seid. Seid auf die Frage vorbereitet was ihr im Gegenzug den Sponsoren zu bieten habt. Das könnte wie im Fall des Midi-Fight-Clubs das Buchen einer der bei der Firma unter Vertrag stehenden DJs sein.

Die Headliner

Ich wollte einen lokal bekannten DJ und einen mit überlegenen Controllerism-Fertigkeiten haben, deswegen entschied ich mich für den bei Boyz Noize Records unter Vertrag stehenden Strip Steve und den aktuellen DMC Champion DJ Shiftee. Native Instruments half mit Shiftee’s Flug zu stemmen, aber weil wir den schlauerweise eine Woche vor der Party gebucht haben, war er viel teurer als das mit dem wir gerechnet haben.
Fangt so zeitig wie möglich an die Künstler, ihre Flüge und Hotelunterkünfte zu buchen! Wenn man das zwei bis drei Monate vor der Veranstaltung erledigt, ist man auf der sicheren Seite. Als Belohnung warten niedrigere Preise und besser verfügbare Künstler auf euch.

Promotion


Als alles in Sack und Tüten war, hatten wir noch drei Wochen um die ganze Veranstaltung ordentlich zu bewerben. Es gab Flyer (nochmal vielen Dank an Controlled Demolition), und einen Post hier. Native Instruments und Numark haben darüber auf ihren Facebook-Seiten geschrieben und DJTechTools hatte einen Banner in der Sidebar. Ich sprach auch mit den Berliner Radio-Sendern MotorFM und Fritz. Während auf Ersterem das Event öfters erwähnt wurde, lud Radio Fritz Shiftee und mich zu einem Interview und einer kurzen Performance ein. Das war super Werbung für das Event und die Prinzipien des digitalen DJings generell. Ihr könnt euch das Interview und die Performance hier ansehen:

Obwohl unsere Promotion sehr dünn war, glaube ich immernoch, dass die Werbung der Radio-Sender die meisten der ca. 850 bezahlenden Gäste (+ weitere 200 auf der Gästeliste) angezogen hat. Einige Stammbesucher des Tresors sagten mir, dass die Leute an diesem Abend anders waren, als die Leute an einem regulären Abend.

Wenn eure Veranstlatung (oder das Lineup) interessant ist, könnte es das auch für ortsansässige Radiostationen oder Zeitschriften sein. Wenn ihr diese dazu kriegt über euer Event zu berichten, ist das großartige Promotion – und für gewöhnlich gratis.

Die Party


Wir hatten das Glück eine musikalisch offene Crowd beschallen zu dürfen, die die musikalische Bandbreite der einzelnen Acts zu schätzen wusste. Anstatt euch jetzt weiter zu erzählen wie toll es war, schaut euch einfach das Video zum Event an:

Vielen Dank  an “Honestly Who”, der das Video zusammengeschnitten hat und auch das meiste Material dafür selbst gesammelt hat

Leider hat nicht alles reibungslos funktioniert. Die Party war zwar ein großer Erfolg, aber am Ende habe ich trotzdem Geld verloren durch Shiftee’s teuren Flug. Ich konnte leider auch nicht die gesamten Aufwände der DJTechTools-Mitglieder decken. Es gab Ärger mit dem Hotel (Es verwundert mich immer noch welches DJ-Paar die Band-Suite genommen hat und nicht geschnallt hat, dass diese eigentlich für 5 Leute ist).
Am Abend eurer Party, seid ihr der große Zampadu, aber ihr solltet euch nicht so benehmen. Bringt Kellner, Barkepper, Security und den Nightmanager auf eure Seite. Sie können euer Leben noch höllischer machen, als es an dem Abend eh’ schon ist.

Was haben die DJs zu sagen?

Ich habe alle DJs nach ihrer Eindrücken, Erlebnissen und Setup gefragt. Dazu sagten sie Folgendes:

Honestly Who

“Ich war Opener auf dem Globus Floor und habe einen Videomix mit VirtualDJ zum Besten gegeben. Der Floor füllte sich ziemlich schnell. Nach einer Stunde hatte ich die Crowd in meiner Hand. Sie haben sich die Füße und wundgetanzt oder sind zumindest durch den Videomix in Stimmung gekommen. Ich verstand zum ersten Mal wie wichtig Crowd-Control und Bar-Rotation sind.

I was the opener on the Globus Floor hitting a Videomix with Virtual DJ. Even though I opened, the floor was filling up quickly. One hour into my set the crowd totally went with me, dancing their butts off or enjoying the Videomix. For the first time I understood the benefits of crowd-control and bar-rotation. Dieser Artikel half mir sehr gut zu verstehen, wie ich das zu meinen Gunsten nutzen kann.
Setup: Samsung R780, DJ-Tech i-Mix Reload, Korg nanoPad, Virtual DJ (Videomix)

K.T.I.T.

“Obwohl ich Opener in der +4 Bar war, war die Bude schon um 1 Uhr am kochen. Leider war die PA nicht besonders kraftvoll. Ich musste den Mixer bis in den roten Bereich bringen um eine ausreichende Lautstärke zu gewährtleisten. Es war eine tolle Sache die Leute zu treffen, mit denen ich normalerweise nur über das Forum kommunizierte. Darüber hinaus mochte ich die Vielfalt der EDM-Genres die an dem Abend gespielt wurden.
Setup: MacBook Pro, Audio 8 DJ, Vestax VCI-100, Korg nanoPad (for Cue-Points), Korg nanoKontrol (for effects), Traktor Pr

DJ Shiftee

“Das war mein erstes Mal, dass ich in einem Berliner Club spielte. Die Crowd war voll dabei, einige tanzten bis 10 Uhr morgens. Für Berliner scheint das nichts Besonderes zu sein, aber für einen New Yorker wie mich, ist das beeindruckend. Die Atmosphäre und Einstellung der Leute waren unglaublich erfrischend. Keine Anmaßungen, kein “Guck mal wie cool ich bin” oder “du bist nur Jemand wenn du ein Model bist oder eine Flasche kaufst:” Es ging nur um die Musik – das ist was ich liebte! Nach meinem Set bekam ich mit, dass mein Hosenstall die ganze Zeit offen stand.”
Setup: Macbook Pro, 2x Technics 1210 MK2 (timecode), Xone:92, NI Kontrol X1, NI Maschine as Midi-Controller, Traktor Scratch Pro

Controlled Demolition

“Da ich nicht wirklich zum Spielen kam, hatte ich viel Zeit mich umzusehen. Die Sets waren ziemlich sauber, aber ich sah kaum “Midi-Fighting” außer bei Shiftee. Strip Steve musste sich von mir Kopfhörer leihen, weil er seine Eigenen vergessen hatte. Das beste an der Party war es die Leute zu treffen, die daran mitgewirkt haben, und das Michelberger Hotel.”
Setup: Macbook, IBM W701, RME Fireface 400, 2x vestax pdx3000, Ecler Evo5, Akai APC80, Akai LPD8 Obwohl er das ganze Zeug mitgeschleppt hat, konnte er es traurigerweise nicht benutzen
Funk-A-Tron

“Es hat Spaß gemachen die +4 Bar zu rocken und die Crowd war großartig; Sie sind wirklich gekommen um die Sau rauszulassen! In der Mitte meines Sets bekam ich Latenzprobleme. Ich hörte viel Knacken und Kistern. Nachdem ich mein Pokerface aufgesetzt habe, zog ich die Musik runter, erhöhte die Latenz und hab die Musik wieder angeschmissen. Nachdem sie wieder losging, sind die Leute durchgedreht. Auf eine merkwürdige Weise, haben die Latenzprobleme so zur Stimmung beigratragen. Für mich war der Midi-Fight-Club eine Erfahrung an die ich mich gern zurückerinnern werde.”
Setup: Macbook Pro, Vestax VCM-600, Evolution UC-33e (for effects) routing Traktor Pro through Ableton Live (4 Traktor decks and two sample and loop-decks)

MadsMission vs Lasse Buhl

“Ich habe eine back-to-back-Set mit einem meiner DJ-Freunde aus Koppenhagen gespielt. Wir sind es gewohnt zusammen in Clubs zu spielen, aber bisher war nie einer dabei in der Größe des Tresors. Wir freuten uns lange auf diese Nacht, besonders weil die Berliner Clubber auf unsere Musik stehen – deeper und harter Techno. Die Leute haben gänzlich unsere Erwartungen erfüllt. Wir finden an mit leicht verdaulichen Techno, aber die Leute wollten immer härtere Tunes. Schlußendlich schienen sie mit unseren härtesten Techno-Tracks zufrieden zu sein. Alle waren energiegeladen von den hart-pumpenden Beats. Was für eine Crowd, was für ein Ort, was für eine Party! “
Setup: MacBook Pro, Ecler Evo 5, 2x Technics 1210 MK2 (timecode), Traktor Scratch Pro

Müller & Graf

“Als wir begannen unser Zeug aufzubauen, sagte uns der Nightmanager, dass er die +4 Bar schließen wird. Darüber Controlled Demolition, Eric und ich alles andere als erfreut. Glücklicherweise hat Hedgehog seine Spielzeit mit uns geteilt, so dass wir eine Stunde hatten um den Globus-Floor zu rocken. Wir fingen an mit Dubstep, aber uns wurde später nahegelegt zu Electro zu wechseln. Wir sind noch bis zum Ende bei Restricted Sessions geblieben und danach zurück ins Hotel. Alles in allem, hatten wir eine gute Zeit und es war schön die DJTT-Leute auch mal im richtigen Leben zu treffen.”
Setup:
Müller: Asus Eee PC, NI Audio Control 1, NI Kontrol X1, Behringer BCD-3000, Traktor Scratch Pro
Graf: Sony Vaio Notebook, NI Audio8DJ , Vestax VCI-100SE, Traktor Scratch Pro

Hedgehog

Ist schon irgendwie doof mich selbst zu zitieren in meinem eigenen Blog, aber egal.

“Die +4 Bar wurde ohne meine Erlaubnis geschlossen, was zur Folge hatte, dass Controlled Demolition und Müller & Graf nicht spielen konnte. Das mit Müller & Graf konnte ich regeln, aber Controlled Demolition habe ich bei dem ganzen Stress total vergessen – was ich sehr bereue. Als ich fertig war, bin ich mit Honestly Who und Shiftee in eine Bäckerei gab es neben ner total besoffenen Alten die Shiftee ans Leder wollte, Frühstück und schmackhafte DJ-Gespräche. Als wir um 8 Uhr zurück in den Tresor gingen, war ich froh, dass Restricted Sessions endlich da waren und uns mit ihrem hypnotischen Progressive-Set verwöhnten. Ich komme immernoch nicht darüber hinweg, dass zu dem Zeitpunkt mehr Leute im Tresor waren, als vor dem Frühstück. Die merkwürdigste Sache die ich an dem Abend gesehen habe, war ein Kerl der DEN GANßEN ABEND lang Dehnübungen gemacht hat”
Setup: Thinkpad T61, Vestax VCI-300 (for 4-deck control), Vestax VCI-100 (for effects), Akai MPC-1000 (for added samples and loops), Traktor Pro, Alesis Palmtrack to record the sets

Restricted Sessions

”Wir hatten einen langen Weg vor uns kommend aus Holland. Das Equipment haben wir auf der Rücksitzbank des Volvo’s installiert, so dass wir die ganzen Zeit Beats durchs Autoradio schießen konnten. Nachdem wir knapp drei Stunden durch Berlin jagten (wer wusste, dass es mindestens 20 Köpenicker Straßen gibt?) haben wir 20 Minuten vor unserem Set schließlich den Tresor erreicht. Uns wurde direkt auf die Nase gebunden, dass nachdem wir 30 Minuten spielen würden, entschieden wird ob der Tresor-floor oder der Globus-floor geschlossen wird. Glücklicherweise konnten wir weiterspielen und die Party ausklingen lassen. Wir hätten nie gedacht, dass der Tresor, als Minimal- und Technoclub, seine warmen Arme für einen Progressive-Act wie uns öffnen würde.”

Livesets

Ihr konntet also nicht da sein? Es gibt trotzdem keinen Grund traurig zu sein. Bis auf zwei Livesets haben wir alle aufgezeichnet. Ihr könnt sie mit unserem eigenen Official.fm-Player (war mal Fairtilizer) anhören und auch runterladen:

Danksagungen

Danke an alle die beim Midi-Fight-Club mit involviert waren (besonders die DJs und Sponsoren). Ihr habt das Event möglich und zu etwas Besonderem gemacht. Für einen weiteren Midi-Fight-Club in 2011 sieht es ganz gut aus. Werdet von von unserer Facebook-page um immer auf dem neuesten Stand zu sein! Demnächst werde ich auch an www.midifightclub.com arbeiten.

findet ihr auf http://www.djtechtools.com/2010/08/29/midi-fighter-club-tresor-berlin-the-report/

2 people like this post.

Ein wohlverdienter Kurzurlaub

Ihr erwartet jetzt sicher die besten Videos, Sets und Fotos des Midi Fight Club’s. Leider müsst ihr euch noch eine Woche gefulden, denn ich brauche erstmal einen Kurzurlaub mit Nichts außer mir, meiner Freundin und nemdicken, fetten Tolstoy-Buch um die paar Gehirnzellen die noch übrig sind, zu reparieren.

Hier ist aber schon mal ein Teaser von meinem Set auf dem Globus-Floor:

1 person likes this post.

Duck Sauce – Barbara Streisand (Hedgehog Needs No Sample Clearance Edit)

Duck Sauce’s Barbara Streisand  ist einer der am sehnlichst erwarteten Sommer-Hymnen 2010. Problem ist nur, dass das clearen der Boney M Samples die Veröffentlichung bis September verzögern wird. Da ist dann nicht mehr viel mit Sommer.
Auch die selbstgemachten Edits und Remixe u.a. von  O-God und Baby Diego konnten mich nie so wirklich überzeugen (trotz Blechtrommel-Sounds).
Deswegen habe ich jetzt mal selbst einen Edit zusammengeschraubt, der sehr nah an der originalen Version ist.
Das Ganze ist zwar nicht perfekt, aber die eingängige Melodie reicht aus um die Mädels zum Wooohooo’en zu bringen.

Duck Sauce – Barbara Streisand (Hedgehog Needs No Sample Clearance Edit) by Hedgehog

Nachdem ich es nächsten Freitag im Midi Fight Club gespielt habe, könnt ihr es hier auch runterladen in voller Qualität.

4 people like this post.

Die erste DJTechTools-Party: Midi Fight Club 23.07.2010 @ Tresor, Berlin

Nach drei Jahren beständigen Wachstums der DJTechTools-Community war die erste Party lange überfällig. Die Frage war, welche Stadt würde am besten passen zum Treffen einer DJ-Community mit Mitgliedern auf der ganzen Welt? Die Wahl ist auf… Nein, eigentlich ist es nur Berlin geworden, weil nirgends sonst die Eier vorhanden waren das durchzuziehen.
Dank eines Promoters der mir das letzte Geld aus der Tasche gezogen hat, kann ich nun folgendes verkünden:

Der Austragungsort werden der Globus-Floor und die +4 Bar des Tresors sein. Der Tresor-Floor wird auch geöffnet sein und von zwi Tresor-Residents beschallt werden (siehe Lineup). Los gehts am Freitag, den 23. Juli um 23.59 Uhr. Eintritt kostet 10€.


Lineup

Globus Floor | +4 Bar:

DJ Shiftee (DMC Champion 2009)

Strip Steve (Boyz Noize Rec.)

Die folgenden DJTechTools-Mitglieder werden eure Ohren mit ihren Controllerism-Skills verwöhnen:

Name of act (Mitgliedsname)

Müller & Graf (earl panda & Eric)
Restricted Sessions (Tekki + friends)
Hedgehog
(HedgeHog)
MadsMission vs. Lasse Buhl
(Flaekiface)
K.T.I.T.
(kreativiTit)
Honestly Who
(greatmesk)
Funk-a-Tron
(DennisHuiberts)
Controlled Demolition
(ctrld)

Tresor floor:

Pacou (Cache Rec., Tresor Rec./ Berlin)
Krenzlin (Brandenburg)

Anfahrt

justpad.net

via Zug:

Von Berlin Hauptbahnhof gehts mit der S5, S7 oder S9 nach Alexanderplatz.
Da muss dann 3-4 Minuten zum S+U-Bahnhof Alexanderplatz gelatscht werden.
Dann mit der U8 zwei Stationen Richtung Hermannstraße.
Bei der Heinrich Heini Straße steigt man aus und den Rest sieht man ja auf der Karte oben eingezeichnet.
Wenn ihr gut seid, schafft ihr das in 18 Minuten.

Ein Wort an die Unterstützer

Vielen Dank an die Sponsoren: der Tresor selbst, Native Instruments und mein Lieblings-DJ-Laden der AudioPalace.
Desweiteren möchte ich Ean Golden danken, der die nötigen Kontakte beschafft hat.

Wenn ihr Vorschläge habt, Hilfe braucht oder uns anbrüllen wollt, weil ihr nicht kommen könnt, dann macht bei unserer Diskussion im DJTechTools-Forum mit oder schreibt was auf Facebook!

2 people like this post.

Numark V7 Review


Numark hat die Rufe der DJ-Communities erhört die sich über die Größe und das Gewicht des NS7′s beschwert haben. Dieses sollte eigentlich Turntable-Junkies überzeugen. Das gelang nur bedingt, da in Clubs leider heute immernoch oft das Platzangebot mehr als beschränkt ist und auch Viele den Grundgedanken der MIDI-Controller in deren Portabilität sehen.
Numark hat das NS7 also dreigeteilt. Das Deck nennt sich V7 und der Mixer X5. Da ich den Mixer nicht habe, konzentriere ich mich hier alleinig auf das V7.
Leider bin ich 6 Wochen zu spät dran mit dem Test (verdammtes Studium…). Gizmo hat mittlerweile auch schon was dazu geschrieben.
Ich gebe hier trotzdem meinen Senf dazu.

Fangen wir mit der guten Nachricht an: Das V7 kann benutzt werden um zwei Decks zu steuern mit Hilfe des Deck Switches.

meine Handycam kann Fotos um 100 Jahre altern lassen

Zwei V7 können mit einem RJ45 Netzwerkkabel (das ganz Normale) verbunden werden . Leider kann man dadurch trotzdem weiterhin nur zwei Decks in Itch steuern.
Das V7 ist dem NS7 in Sachen Verarbeitungsqualität, Aussehen und Funktionen sehr ähnlich. Das NS7 wurde auch schon ausführlich überall besprochen, deswegen werde ich mich in diesem Test auf die Unterschiede und Neuerungen konzentrieren.

Die Ein- und Ausgänge

Der Motor-Torque Schalter wurde nach hinten verlagert. Über remote kann man ein Kabel mit dem Mixer verbinden um Fader-Start nutzen zu können.

Mit deck location kann man einstellen welches V7 (wenn zwei verbunden sind) welches Deck in Itch steuert.

Browser Navigation

Beim NS7 thronte der Navigationsteil über dem Mixer. Dieser Teil wurde 1:1 in die rechte obere Ecke des V7 übernommen. Das ist auch gut so, denn der große Drehregler super ist um durch Verzeichnisse, Play- und Prepare-Listen zu navigieren. Ich habe mich sogar schon dabei erwischt beim VCI-300 mit der Hand den Drehregler zu suchen (mit der folgenden Ernüchterung das keiner da war). Um etwas Platz zu spären hätten der Crates, Prepare und Files-Button kombiniert werden können. Der FWD-Knopf neben dem großen Drehregler ist auch eher unnötig, da man die selbe Funktion viel besser mit einem Druck auf den Drehknopf nutzen kann.

Wie quetschen wir den Loop-Teil rein..?

Das war die Frage vor der die Numark-Ingenieure standen. Leiden können sie sie meiner Meinung nach nicht beantworten. Obwohl alle vom NS7 bekannten Knöpfe dafür vorhanden ist, fühlt es sich viel weniger intuitiv an. Der Mode-Knopf unten links hat da wesentlich besser hingepasst. Hier ein Bild das den direkten Vergleich liefert:

Man kann entweder automatisch einen Loop mit 1,2,4 oder 8 Beats erstellen lassen oder manuell den Anfangs- und Endpunkt eines Loops bestimmen. Mit beiden Loops kann man vorwärts und rückwärts im Lied wandern, sie halbieren oder verdoppeln.

eingebautes NSFX…fast

Das NS7 kommt mit einer eigenen Effekt-Sektion. Damit kann man zwar keine Effektketten nutzen wie mit dem NSFX, aber es ist ein guter Anfang.
Mit dem ersten Drehknopf wählt man einen Effekt, der dann aber erst mit einem Druck auf den Drehknopf aktiviert werden muss. In meinen Augen ist das ziemlich überflüssig, da es daneben noch einen weiteren Knopf gibt um einen Effekt ein- und auszuschalten. Trotz andauernder Nutzung konnte ich mich noch nicht richtig daran gewöhnen.
Every V7 now comes with a built-in effects section. It doesn’t let you chain effects as the NSFX does but its good for a start.
Der zweite Drehknopf ist zum Einstellen des Parameters des aktivierten Effekts (z.B. Länge des Delays). Man kann ihn endlos drehen, jedoch zeigen rote LEDs drumherum an wie weit er gerade aufgredreht ist – sehr stylisch. Der FX mix Fader bestimmt die Intensität des Effekts. Obwohl Itchs’ Effekte nicht an die von Traktor heranreichen ist es auf jeden Fall eine tolle Ergänzung.

Ich habe nur ein V7 – Lohnt sich das trotzdem?

Spät dran zu sein mit meinem Test hat auch eine gute Seite. Da ich nur ein V7 habe, konnte ich intensiv testen ob es sich lohnt. Ich gewann den Eindruck, dass man alle Standard-Aufgaben (cue-point-juggling, loopen, scratchen) souverän damit meistern kann. Man muss sich halt ein wenig darauf konzentrieren welches Deck gerade läuft. Leider sind viele fortgeschrittene Techniken ohne gleichzeitig zwei Decks steuern zu können nicht möglich. Dafür ein Beispiel:

Ein Deck läuft. Man bereitet den Track auf dem zweiten Deck vor für den Übergang. Dann merkt man auf einmal, dass der erste Track bald ausläuft. Hastig wechselt man zum ersten Deck setzt schnell einen 8 oder 16 Beats langen Loop, wechselt zurück zum anderen Track, der aber mitlerweile überhaupt nicht mehr synchron mit dem Ersten läuft, weil Itch zu dumm ist um BPM vernünftig berechnen zu können (oder man selbst zu dumm ist zum beatmatchen). Das Tempo muss erneut angeglichen werden etc…
Das ist nur eines von vielen Szenarien in denen jeder zusätzliche Knopfdruck unerwünscht ist und man sich sehr darüber ärgert nur ein Deck zur Verfügung zu haben. Ich bin sehr gespannt wie ein V7 mit einem anderen Midi-Controller zusammen funktioniert. Das wird aber so lange ein Traum bleiben bis Native Instruments endlich mal in die Puschen kommt oder ich anfange Ms. Pinky zu modifizieren.

Das Problem mit dem nicht-motorisierten pitch fader – Gut gelöst Numark!

Wenn man nur ein V7 nutzt und zwischen den Decks wechselt, ändern sich auch alle LEDs und der Zustand des Motors. Der Pitch-Fader ist nicht motorisiert und bleibt deswegen wo er ist. Wenn man nach einem Deckwechsel also den Pitch-Fader nur minimal verändert, hätte das eine große Geschwindigkeitsveränderung mit sich gebracht. Numark hat daran gedacht und zwei LEDs in Pfeilform hinzugefügt. Einer zeigt nach oben, der Andere nach unten.
Im linken Bild habe ich einen Track verlangsamt und bin zum anderen Deck gewechselt und habe den Track dort schneller gemacht. Wenn ich jetzt wieder zurück wechsele leuchtet, der nach-unten-Pfeil. Wenn man jetzt den Pitch-Fader bewegt, passiert nichts. Man muss ihn so lange in die Richtung des Pfeils bewegen bis dieser aufhört zu blinken. Dann ist der Fader an der er vor dem Wechsel war und man kann nun munter drauf los pitchen.
Numark macht dich damit zu seinem Fader-Sklaven. In der Praxis ist das jedoch sehr intuitiv. Im schlimmsten Fall merkt man nach einigen Sekunden, dass sich die Geschwindigkeit nicht verändert, weil noch immer ein Pfeil leuchtet.

Numark V7 und Traktor Pro

Native Instruments hat so ca. 20 Leute die das Marketing in der DJ Abteilung übernehmen, aber scheinbar nur einen Programmierer. Nur so kann ich es mir erklären, dass es immer noch keine native Unterstützung für das NS7 und jetzt auch leider für das V7 gibt. Ich kann hier für Numark sprechen. Die haben schon vor über einem Jahr vorbildlich ein NS7 an Native Instruments geschickt.
Zum Glück wendet DJ Quartz seine ganze Freizeit auf und hat es geschafft ein einigermaßen brauchbares Mapping für das NS7 zu erstellen. Diese funktioniert ähnlich gut mit einem V7 (aber besser mit zwei). Das liegt daran das beide Controller genau die gleichen MIDI-Noten senden. Beim Einsatz von nur einem V7 scheitert alles im Moment am Deck Switch. Bei diesem muss der Motor vom jeweiligen Deck getrennt werden. Da gibt es im Moment eine technische Hürde die sich nicht so leicht beheben lässt. Wenn Jemand dennoch eine Lösung findet bin ich dafür offen. Um das Mapping (und was sonst noch dazugehört zu kriegen) könnt ihr unserer Facebook-Gruppe Project NS7 beitreten und danach Quartz oder mich nach den weiteren Details fragen.

Pro und Kontra

+ Super Verarbeitungsqualität
+ Genug Platz trotz vieler Bedienelemente
+ Eingebaute Effekt-Sektion
+ Ein V7 kann zwei Decks steuern
+ Gut gelöstes Pitch-Fader-Problem
+ High-Torque Direkangetriebener 7″ Plattenteller
+ Hochwertige Soundkarte eingebaut

- Zwei V7 können nicht 4 Decks steuern
- Keine offizielle Traktor-Unterstützung (obwohl das alleinig an NI liegt)
- Nicht-intuitive Loopsektion
- unnütze Effekt-Aktivierung
- Hot-Cue-Buttons sind nicht geeignet für schnelles Cue-Point-Juggling

Fazit

Das NS7 war hauptsächlich interessant für Leute die auf kleiner Feten auflegen, als Mobile DJ ihre Brötchen verdienen oder nur den eigenen Schlafsaal beschallen, da es einfach zu groß und schwer war. Der neue Ansatz die Teile einzeln zu verkaufen, trifft auf positiven Anklang unter den Turntablisten. Das immernoch hohe Gewicht des V7 nehme ich gerne in Kauf da die Verarbeitung einfach super ist. Dieses passt auch in eine kleine Plattentasche was mir ausreicht um das Ding immer dabei zu haben. Wenn man schwierige Techniken ausführen will, wird es nötig sein sich ein zweites V7 zuzulegen. Ausserdem könnten die Cue-Buttons größer und leichter zu drücken sein. Für schnelles Cue-Point-Juggling sind sie leider nicht geeignet.
Neben den zuvor genannten Wehwehchen kann ich DJs aller Art die gerne Spaß bei ihrer Arbeit haben nur Nahe legen.

Bonus: Nutzloses Video {You can have this.}

Ich wollte eigentlich ein Video machen das zeigt wie cool ein V7 mit einem VCI-300 funktioniert (in Itch), aber das fällt aus, weil sie sehr schlecht miteinander spielen. Das selbe gilt für das V7 mit einem NS7. Trotzdem habe ich ein Video damit gemacht in dem ich die meiste Zeit gar nicht durchsehe was vor sich geht. Deswegen habe ich es auch noch nicht geschnitten. Wenn ihr es trotzdem sehen wollt, dann teilt mir das in den Kommentaren mit.

Wichtiger Hinweis: Das Numark V7, das ich zum testen benutzt habe, wurde mir von Numark zur Verfügung gestellt. Es war jedoch nicht dafür gedacht um ein Review darüber zu schreiben. Hier könnt ihr deswegen meine unvoreingenommen und ehrliche Meinung lesen. Wenn ihr mir das nicht glaubt, dann könnt ihr mich am 12.06. beim Numark-Stand auf dem Elevator-DJ-Flohmarkt in Münster treffen ;)

Bloody Beetroots Spezial Mix!

Hier mal der Mix den ich am Freitag im Waschhaus gespielt habe. Orientiert sich ziemlich an dem Remix-Teaser der Bloody Beetroots vom letzten Jahr, aber in unseren Gefilden kennt ja eh noch nicht jeder die Bloody Beetroots.
Benutze auch zum ersten Mal Mixcloud, da ja vor einiger Zeit die Zahl der Uploads auf Soundcloud für Free-User auf 120 Minuten beschränkt wurde.

4 people like this post.
Seite 1 von 512345