Die Geräuschwelt der Zugbegleiter!

Würden sie den Beiden ihre Kinder anvertrauen? Zum Glück hat die Natur dafür gesorgt, dass sie nie welche kriegen.
Die Klangwelt, die ein Schaffner wahrnimmt, ist sehr begrenzt. Im Wesentlichen sind da nur das viel zu laute blasen in ihre Pfeiffe an jedem Bahnhof und das Zerbersten von Knochen im Fall eines Personenschadens. Das Zerplatzen von mit Wasser gefüllten Hygienebeuteln in den Zuginnenräumen lasse ich mal außen vor, da es ein regionales Phänomen zu sein scheint.
Die Fahrgäste hingegen sind angenehm ruhig. Entweder schlafen sie 2 Sekunden nachdem sie sich hingesetzt haben oder verstecken sich auf der Toilette, weil sie gemerkt haben, dass die Berliner City-Option auf ihrer Fahrkarte nicht ausreicht um damit bis nach Köln zu fahren. Die Bahn ist da rigoros. Wer sich über die ganzen Personenschäden wundert – das waren alles Schwarzfahrer.
Und wer sich je gewundert hat, warum Schaffner so ohrenbetäubend laut pfeiffen, der sollte verstehen, dass diese Art von Mensch zwar viele Bekanntschaften hat, aber diese von der Qualität einer MySpace oder StudiVZ-Freundschaft sind, die nach dem Motto: “Cool, den hab ich schon mal gesehen”, funktionieren.
Also seid lieb zu den Schaffner dieser Welt. Bietet Ihnen bei eurer nächsten Fahrt einen Sitzplatz und einen kleinen Snack aus dem Bordbistro an. Niemand will, dass sie abdriften und irgendwann noch anschaffnen gehn müssen.
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