DJ Hero Test aus der Sicht eines DJs
MuckeNach dem gleißenden Erfolg von Guitar Hero versucht jeder Publisher die Kuh “Musikspiel” bis zum Umfallen zu melken. Da war es nur eine Frage der Zeit bis auch wir DJs mit einem exklusiven Titel beglückt werden. Ich hatte das Glück auf der GamesCom das Ganze mal anspielen zu können. DJ Hero nennt sich das Ganze und bringt seinen eigenen Controller mit.
Der Controller
Die Zahl der verfügbaren Steuerelemente ist verglichen mit der Größe ziemlich arm. Es gibt 1 Poti, 4 Buttons und 1 Fader der links, rechts sowie in der Mitte einrastet. Darüber hinaus verbergen sich unter der Klappe noch einige Knöpfe. Die Verarbeitung ist wie erwartet auch nicht der Bringer. Alles besteht aus leichtem Plaste und die Controls sind nicht besonders griffig. Das Jograd ist groß genug um damit zu scratchen, wenn die gesendeten Daten eine entsprechende Auflösung haben und die Latenz niedrig. Ersteres wage ich jedoch zu beweifeln, da im Spiel selbst das Rad höchstens um 90° gedreht werden muss.
Ich finde es jedoch interessant, dass auf dem Jog-Wheel Knöpfe sind. Das könnte ich mir auch gut bei meinem VCI-100 vorstellen um beispielsweise die Musikbibliothek zu durchblättern.
Das Spiel
Das Spiel hat genauso viel mit DJing zu tun, wie Guitar Hero mit Gitarre spielen – nämlich Nichts. Es laufen ständig 3 Balken durchs Bild in den Farben der Buttons auf dem Jog-Wheel. Gehen die Äußeren nach links oder rechts muss man den Crossfader in die entsprechende Position bringen, sonst hört man keine Musik mehr (das hab ich nicht so recht kapiert im ersten Moment, da war es dann ziemlich ruhig). Wenn kleine Symbole auf einer der Balken angezeigt wird, muss einer der 3 Knöpfe gedrückt werden. Ist ein Bogen über diesem zu sehen, muss am Poti geschraubt werden um einen Effekt einzubauen. Fängt die Menge an zu kreischen muss man den 4. Button hämmern um sein Punktekonto zum Explodieren zu bringen. Bei längeren Symbolen auf den Balken muss man den jeweiligen Knopf drücken und das Jog-Rad schnell vor und zurück bewegen. Als würde man scratchen halt.
Zu testen war leider nur 1 Spielmodus. Was bei den Anderen so abgeht weiß ich deswegen nicht. Die 3 Titel die man anspielen konnte waren eher bekannte Klamotten, wie Satisfaction von Benny Benassi.
Das Spiel kann mitunter recht hektisch sein, aber das ist auch das Einzige was es mit dem echten DJing gemeinsam hat. Spielen tut es sich eigentlich genau wie Guitar Hero, nur dass man mit dem Controller nicht rumrennen kann soll und man ab und zu mal das Rad hin-und herdreht.
Gerade da sehe ich verschenktes Potential, da man mit dem Rad einfach zu wenig macht. Ein Modus bei dem man verschiedene Scratches meistern muss, wäre ziemlich spannend gewesen und würde mal ein wenig wegführen von Rockband und Co.



Vestax V100 Test – Was teuer ist, muss auch teuer beschützt werden
Akai LPD8 Test
Emulator (Traktor Pro Multitouch Overlay) Test & Walkthrough









