Selbst ist der Mann — So baut man einen Leuchtkasten Teil 1

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Krasse SachenIch weiß nicht was mich geritten hat vor einigen Monaten, aber ich wachte eines Morgens mit dem Gefühl auf Etwas für meine Freundin bauen zu müssen. Da sie als angehende Künstlerin sich immer über die bescheidenen Beleuchtungsverhältnisse bei sich zu Hause beschwert hat, fielen mir die beleuchteten Zeichentische ein hinter denen die Kreativen von Disney und Co. sitzen, während die Peitsche des Aufsehers auf ihren Rücken knallt.
In diesem und weiteren Beiträgen beschreibe ich wie ich das Wunder vollbracht habe einen eigenen Lichtkasten zu bauen.

Aller Anfang ist schwer

Vor dem eigentlichen Bauen mussten erstmal die Anforderungen geklärt werden. Der Kasten sollte die folgenden Eigenschaften besitzen:

  • groß genug sein um darauf ein Blatt im A3-Format vollständigen ablegen zu können
  • Einigermaßen stabil sein
  • Die Helligkeit soll regulierbar sein
  • über die gesamte Fläche gleichmäßig hell sein
  • an eine reguläre Steckdose angeschlossen werden können

Auf die Größe kommts an

Um die gleichmäßige Beleuchtung zu gewährleisten entschied ich mich für den Einsatz  einer Matrix aus superhellen Ultraflux-LEDs mit einem hohen Abstrahlwinkel von 90°
Die LEDs befinden sich auf einer eigenen Platte zwischen Decken und Bodenplatte. Diese sollte aus Holz sein. Mein Vermieter hatte allerdings die besserere Idee diese auf einer Plexiglasplatte zu befestigen.
Ich entschied mich den Kasten 480 mm x 400 mm groß zu machen aus einem ziemlich banalen Grund.  Mein Vermieter hatte noch eine Plexiglasplatte rumliegen die 460 mm x 380 mm groß war. Der Kasten ist 2 cm größer, weil die Platte in eine Nut im Außenrahmen eingesetzt werden musste.
Die benötigen Spannung einer LED beträgt 3,1V. Um sie also mit 12V betreiben zu können mussten stets vier in Reihe geschalten werden. Der Abstand des LEDs musste so gewählt werden, dass sich die Lichtkegel stets ein kleines Stück überschneiden.
Ich will an dieser Stelle nicht mit den ganzen Berechnungen nerven, da ich nichts genaues mehr zur Hand habe und das auch nur für Jemanden interessant wäre, der evtl. so ein Teil mal selbst bauen will.

Die Materialbeschaffung

Neben den LEDs brauchte ich einen Sack voll Widerstände, die zwischen den parelell geschalteten 4er-LED-Reihen installiert werden mussten. Um die Helligkeit regulieren zu können, kaufte ich einen speziellen LED-Dimmer, der ziemlich teuer war. Desweiteren brauchte ich auch noch ein Netzteil, das den Strom aus der Dose auf 12V runtertransformiert.

Meine gesamte Bestellliste im Lumitronix-Shop sah dann so aus:

Anzahl ArtNr. Produktname
50 80015
Widerstand 0.33W , Widerstand:220 Ohm
1 95003 Kippschalter
1 95019 Dimmer für LEDs und LED Module (PWM) mit Drehregler
1 95012 Universal-Schaltnetzgerät 800mA, 12V
100 11001 Superhelle SuperFlux LED weiß 2000mcd 90° 3.1V

Die Holzleisten und die Unterplatte habe ich beide aus dem Baumarkt geholt.

Die Oberplatte musste durchsichtig sein, dazu beitragen das Licht gleichmäßiger zu verteilen und gleichzeitig stabil sein, damit sich meine Freundin auch mal darauf lehnen kann.  Dafür bietet die Firma Evonik Röhm Acrylglas-Platten an in verschiedenen Stärken und Lichtdurchlässigkeitsstufen. Die Platten werden auch auf Wunsch zugeschnitten. Ich kaufte eine 6mm dünnne Platte mit 67% Lichtdurchlässigkeit in der Größe des Kastens. Die Oberfläche ist matt. Dadurch rutscht das Blatt beim Zeichnen nicht weg.

Nachdem wir nun alle Materialien vorhanden sind, werde ich in der nächsten Folge beschreiben wie man die ganzen LEDs installiert.

P1020093

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